.....mit "atmenden Wänden", bei denen die Fenster jederzeit geöffnet werden können und bei geschlossenem Zustand das 3-Schicht Glas für Ruhe sorgt.

Jüngste Nachforschungen haben ergeben, dass unser Haus, das damalige l'Hôtel de la Couronne, nach dem verheerenden Stadtbrand von 1833 in der noch warmen Asche wieder erbaut wurde.
Neu von unten bis oben aus Stein und an einem Raster aus breiten Parallelstrassen ausgerichtet - Gewähr bietend für mehr Sicherheit und mehr Licht für die zu Hause arbeitenden Uhrmacher. Bei der Totalrenovation zwischen 2012 und 2015 fanden wir in einem Zwischenboden türkisfarbene Scherben, Zeugen der explodierten Kachelöfen, die nun als Ballast eingesetzt wurden.
Das Gebäude war in den letzten hundert Jahren im Besitz einer Friseurfamilie. Das Guesthouse wie es heute aussieht, ist das "Werk" eines alten verliebten Paares, Max und Regula.
Wir hatten das Glück, Stephan Jeannet zu finden, einen Händler für bio-ökologische Produkte, der die nötigen Materialkenntnisse hatte für diese nachhaltige Renovation.
Er baute unsere "atmenden" UND heizenden Wände auf: Schicht für Schicht mit Kalk oder Lehm, Multipor, Kork und Naturfarbe, so dass sie heute die Feuchtigkeit von selbst regulieren. Dank der Wandheizung erzeugen sie eine angenehme, staubfreie Strahlungswärme. Für die Wärmeenergie sorgt ein zentraler Pelletofen.
Fast alle Bodenflächen sind mit Naturstein, alten Zementfliesen oder geöltem Massivholzparkett in Eiche, Nussbaum, Kiefer, Buche belegt. Der Kreideanstrich im Treppenhaus besteht aus Buttermilch und Leinöl.


Wir haben alte Materialien aus unserem eigenen Gebäude und von Händlern wiederverwendet, um dem traditionellen Handwerk und der guten Qualität Respekt zu zollen. Da das Kassettenparkett ursprünglich mit Hasenleim zusammengeklebt war, haben wir diesen auch für die Reparatur verwendet.
Jede Holzplatte fand ihre neue Bestimmung als Wandfläche, Schrank, Schreibtisch und was auch immer. Auch dünkt uns, dass alte Fliesen gut zu neuen passen. Aber sehen Sie selbst. Die meisten Lampen, Stühle und Tische sind überarbeitete Objekte aus alten Elementen.
Unsere Freundin Salima half das Guesthouse im Januar 2016 zu eröffnen und entwickelte die Reinigungsprotokolle. Sie zeigte uns, wie wir unsere eigenen Reinigungsmittel mit Zutaten wie Natron, Soda, Kernseife, Zitronensäure und Essig mischen können. Wir bezeichnen ihre Rezepte als „Die Geheimnisse von Salima“.
Die Oberflächen, mit denen unsere Gäste in Kontakt kommen, werden in einem ersten Schritt mit 70 - 90% Alkohol gereinigt und in einem zweiten greifen wir zu unseren hausgemachten Produkten mit dem Geruch von Grapefruit, Teebaum, Zitrone oder Rosen.
Sind die frischen, duftenden Blumen verwelkt, verbrennen wir die Lavendel-, Salbei- und Zedernholzstäbchen.
